Auftraggeber
  • Küchenfachmarkt
Umsatzgröße
  • 5,5 Mio €
Beratungsbudget
  • 11.000 €

Neuausrichtung und Sanierung – Zurück zu einer gesunden Unternehmensgröße

Das Problem

Ein traditionsreicher Küchenfachmarkt wurde innerhalb der Familie an die nächste Generation übergeben. Während der Pandemie stiegen die Auftragseingänge stark an – der Jahresumsatz wuchs vorübergehend von 4 Mio. € auf 5,5 Mio. €.

Um dieses Auftragsvolumen abwickeln zu können, wurden Strukturen aufgebaut, die zu dieser Hochphase passten: mehr Personal, zusätzliche Monteure, neue Fahrzeuge, weitere Lagerflächen. Nach der Pandemie normalisierte sich die Nachfrage jedoch wieder auf das ursprüngliche Niveau – die hohen Kosten blieben.

Das führte zu einer deutlichen wirtschaftlichen Schieflage: Die Ausgaben lagen dauerhaft über den Einnahmen, das Unternehmen rutschte in eine gefährliche Verlustzone.

Der Prozess

Um das Unternehmen zu stabilisieren und zu sanieren, wurde eine vollständige strategische Neuausrichtung umgesetzt.

Der Kern des Prozesses:

  • Rückführung auf das wirtschaftliche „Wohlfühlgewicht“

    Der Zielumsatz wurde bewusst wieder auf ca. 2 Mio. € festgelegt – dort, wo das Unternehmen stets solide und profitabel gearbeitet hatte.
  • Anpassung der Personal- und Kostenstruktur
    Schrittweise Reduzierung der fixen Personalkosten und Neuordnung der Montagekapazitäten.
Ziel: Flexiblere Kosten, die zu den tatsächlichen Auftragsmengen passen.
  • Neuausrichtung der Preisstrategie
    Anpassung der Kalkulation, Erhöhung der Wertschöpfung pro Auftrag und klare Regeln zur Sicherung der Handelsspanne.
  • Bereinigung von Strukturen aus der Pandemiezeit
    Überflüssige Läger, Fahrzeuge und organisatorische Elemente wurden abgebaut oder effizienter gestaltet.

Der gesamte Prozess lief geordnet, nachvollziehbar und stets auf die langfristige Überlebens- und Leistungsfähigkeit ausgerichtet – nicht auf kosmetische Maßnahmen.

Das Ergebnis

Das Unternehmen ist noch in der Erholungsphase, aber die Trendwende ist geschafft:

  • Die Einnahmen übersteigen wieder die Ausgaben.
  • Der laufende Betrieb ist stabilisiert und trägt sich selbst.
  • In etwa zwei Jahren werden die verbliebenen Verbindlichkeiten vollständig abgetragen sein.
  • Das Studio kann wieder mit positiven Ergebnissen rechnen und hat eine klare Perspektive für die Zukunft.

Kurz: Durch die konsequente Neuausrichtung konnte das Küchenstudio aus einer wirtschaftlich kritischen Lage herausgeführt und auf ein solides, tragfähiges Niveau zurückgebracht werden.

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